Die Outdoor- (und damit Unkraut-) Saison startet

Für die einen gehören Wildkräuter zum Garten, anderen ist Unkraut ein Graus. Doch wie wird man diesem am besten und schonendsten Herr? Eine Alternative zu chemischen Mitteln ist das Abflammen mit dem Unkrautbrenner.

Unkraut vergeht nicht, sagt man. Weit gefehlt! Heute gibt es chemische Mittel. Wenn die eingesetzt werden, dann wächst wirklich kein Kraut mehr. Zum Beispiel das umstrittene Glyphosat, der Unkrautvernichter, dessen erneute Zulassung hitzige öffentliche Debatten auslöste. Wer Unkräuter auf seiner Garageneinfahrt oder dem Gehweg mit solch einem mal schnell im Gartencenter gekauften Mittel bekämpft, für den kann es richtig teuer werden! Der Einsatz von Herbiziden darf laut Pflanzenschutzgesetz nämlich nur auf Kulturland erfolgen. Sprich auf Flächen, die dem Pflanzenanbau dienen. Die Anwendung auf versiegelten Flächen wie etwa Garageneinfahrten, Terrassen oder Bürgersteigen ist streng verboten. Auch der Einsatz von Hausmitteln wie Essig und Salz ist nicht erlaubt. Wer das nicht befolgt, kann mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.

Der Schutz von Grundwasser hat Vorrang

In unser allem Interesse! Denn es geht um die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Von versiegelten Flächen werden die ausgebrachten Herbizide besonders leicht abgewaschen und fließen so auf benachbarte Grünflächen oder in Oberflächengewässer. Und so gelangen sie beispielsweise über Bäche ins Grundwasser. Oder die Chemikalien fließen über den Gully ins Abwassersystem. Das macht die Trinkwasseraufbereitung kompliziert, weil es aufwendig und teuer gereinigt werden muss.

Was also tun, wenn Moos, Gänseblümchen und Breitwegerich in Gehweg und Pflasterfugen sprießen? Entweder ganz einfach wachsen lassen und sich an den Schmetterlingen freuen, die sie anlocken. Oder dem Unkraut mühsam mit einem Fugenkratzer per Hand den Garaus machen. Doch mit den Unkrautwurzeln verschwindet dann auch das Füllmaterial zwischen den Fugen und muss zeitraubend wieder nachgefüllt werden.

Die Hitze macht’s

Die bequeme Variante: Das Abflammen der Pflanzen mit dem Unkrautbrenner. Für Auffahrt und Gehweg genügen handliche Abflammgeräte mit Flüssiggaskartusche. Für große Flächen gibt es Geräte mit Propangas-Flasche. Unkrautbrenner gibt es ab ca. 20 Euro im Fachhandel zu kaufen. Das GS-Zeichen kennzeichnet sichere Produkte. Mit einer Piezozündung am Griff erspart man sich das umständliche Anzünden der Flamme mit einem Feuerzeug.

Die Funktionsweise ist bei allen Unkrautbrennern gleich: Das Flüssiggas speist durch ein Rohr mit angeschlossener Düse eine oder mehrere Flammen.

Und so geht’s:

  1. Zuallererst die zu bearbeitende Fläche von trockenem Laub, Grasschnitt und Ästen befreien, damit alles weg ist, was sich entzünden könnte.
  2. In 5 bis 15 Zentimetern Abstand die Flamme langsam über das Unkraut entlang der Fugen führen. Die Pflanzen müssen nicht verkohlen, denn die Hitze bringt den Erfolg: Die Zellflüssigkeit in den Pflanzen dehnt sich aus, das zerstört die Zellwände und innerhalb weniger Tage gehen sie ein.
  3. Beste Zeit fürs Abflammen: das zeitige Frühjahr! Je jünger und schwächer die Pflanzen, desto effektiver wirkt die Beflammung. Bei feuchter Witterung und bei Wind besser auf das Abflammen verzichten.
  4. Sicher ist sicher: Vor Arbeitsbeginn einen Eimer mit Wasser oder den Gartenschlauch (dabei vorher den Wasserhahn aufdrehen) bereitstellen, falls sich doch einmal was entzündet.

Wundern Sie sich nicht, wenn das Unkraut nach der ersten Behandlung eventuell stärker wuchert als zuvor. Die Wärme bringt im Fugensand lagernde Samen zum Keimen. Eine regelmäßige Anwendung reduziert den Wildwuchs erheblich.

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Ich wünsche Ihnen eine entspannte Gartensaison 2018

Ihr

Uli Fischer

 

Uli Fischer

 

 

 

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P.S. Wie Sie eine Propangas-Flasche sicher an das Gerät bzw. an den Unkrautbrenner anschließen, sehen Sie im Video.